Unter Bausparern wird sie bekannt sein: Die Zinsbindung. Wenn sie ausläuft, kann das unvorteilhaft für den Bausparer werden. Die magischen Wörter in diesen Fällen lauten für gewöhnlich Anschlussfinanzierung oder Umschuldung. Wer sich rechtzeitig darum kümmert, kann reelle Summen sparen. Deswegen sollte man sich schon vor Abschluss eines Bausparvertrages bei einer Bank über diese Methoden informieren, denn gerade momentan kann man noch von der relativ günstigen Zinslage profitieren.
Zinsbindung?
Die Zinsbindung besagt, dass der auf einem Bausparkredit liegende Zins für eine bestimmte Zeit feststeht und nicht den Schwankungen des Finanzmarktes unterliegt. Dies ist für Bausparer attraktiv, da die Rückzahlungen so auf eine lange Zeit planbar sind. Für die Bank ist die Zinsbindung attraktiv, weil die Kunden durch diese relative Sicherheit eher bereit sind, einen Kredit aufzunehmen. Für gewöhnlich läuft die Zinsbindung aber nach einem Zeitraum von 15 Jahren ab. Für gewöhnlich ist das Darlehen zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht getilgt, wobei der Kunde an dieser Stelle nicht allein gelassen wird. Die Anschlussfinanzierung sorgt dafür, dass man auch in Zukunft seine Ausgaben relativ sicher planen kann. Was nun folgt, ist im Grunde genommen das Gleiche, was man beim Abschluss des Bausparvertrages getan hat: Verhandeln.
Angebot der Bank analysieren
Die Bank ist verpflichtet, dem Kunden drei Monate vor Auslaufen der Zinsbindung Mitteilung zu machen. Ebenso ist sie dazu verpflichtet, die von ihr angesetzten Konditionen für eine Verlängerung des Vertrages mitzuteilen. Dies nennt sich im Fachjargon Prolongation, was nichts anderes als Verlängerung bedeutet. Hierbei muss man, sofern man keine finanziellen Probleme hat, aber keine Nachteile fürchten. Die Bank ist daran interessiert, den Kunden zu behalten. Dies liegt daran, dass die eigene Immobilie ja bereits als Sicherheit vorhanden ist und der Kunde seine Zahlungen für gewöhnlich verlässlich vorgenommen hat. Das bedeutet, dass die Bank keine erneute Prüfung der Kreditwürdigkeit vornehmen muss und den Kunden sicher hat. Aus diesem Grund wird sie ihm ein besseres Angebot machen als einem Neukunden. Wenn die Bank dies allerdings nicht so sieht, wie der Verfasser dieses Artikels, kann man auch relativ einfach umschulden.
Umschuldung – nicht so schlimm, wie es klingt
Umschuldung hört sich zunächst einmal schlimm an. Es bedeutet aber nichts anderes, als dass man seinen Kredit auf eine andere Bank überträgt, die bessere Konditionen bietet, als die alte Bank. Das geht relativ einfach und alle nötigen Schritte, wie zum Beispiel die Änderung des Grundbucheintrags, können von der neuen Bank gegen eine kleine Gebühr (meistens 0,2 Prozent der Grundschuld) vorgenommen werden.
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